Die Eurovignette ist eine zeitbasierte Straßenbenutzungsgebühr für schwere Nutzfahrzeuge (Lkw) mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 12 Tonnen. Sie wird auf bestimmten Autobahnen und mautpflichtigen Straßen in mehreren europäischen Ländern verwendet, aktuell unter anderem in Luxemburg, den Niederlanden und Schweden. Dänemark war früher Teil des Eurovignetten-Systems, hat es jedoch durch eine nationale, kilometerbasierte Lkw-Maut ersetzt.
Transportunternehmen erwerben die Eurovignette für einen gewählten Zeitraum (z. B. Tag, Woche, Monat oder Jahr), anstatt jede einzelne Strecke separat zu bezahlen. Der Preis hängt von der Emissions- bzw. CO₂-Klasse des Fahrzeugs, der Anzahl der Achsen und der gewählten Gültigkeitsdauer ab. In den letzten Jahren wurden die Tarife stärker an die Umweltleistung gekoppelt, sodass sauberere Fahrzeuge häufig geringere Gebühren zahlen.
Die Eurovignette gilt ausschließlich für schwere Lkw und andere Nutzfahrzeuge ab 12 Tonnen. Pkw, Motorräder und leichte Nutzfahrzeuge nutzen die Eurovignette nicht, unterliegen in vielen europäischen Ländern jedoch eigenen nationalen Vignetten- oder Mautsystemen für die Nutzung von Autobahnen.