Das IMPARGO-Glossar für Transport und Logistik

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Eurovignette Bedeutung: Lkw-Maut in Europa

Die Eurovignette ist eine zeitbasierte Straßenbenutzungsgebühr für schwere Nutzfahrzeuge (Lkw) mit einem zulässigen Gesamtgewicht ab 12 Tonnen. Sie wird auf bestimmten Autobahnen und mautpflichtigen Straßen in Luxemburg und Schweden verwendet. Die Niederlande sind zum 1. Juli 2026 ausgestiegen: Die niederländische Schwerverkehrsabgabe (bzm) wurde abgeschafft und durch die vrachtwagenheffing ersetzt, eine streckenbezogene Maut für Fahrzeuge der Klassen N2 und N3 über 3.500 kg, die über eine On-Board-Unit abgerechnet wird. Dänemark war früher Teil des Eurovignetten-Systems, hat es jedoch 2025 durch eine nationale, kilometerbasierte Lkw-Maut ersetzt.

Transportunternehmen erwerben die Eurovignette für einen gewählten Zeitraum (z. B. Tag, Woche, Monat oder Jahr), anstatt jede einzelne Strecke separat zu bezahlen. Der Preis hängt von der Emissions- bzw. CO₂-Klasse des Fahrzeugs, der Anzahl der Achsen und der gewählten Gültigkeitsdauer ab. In den letzten Jahren wurden die Tarife stärker an die Umweltleistung gekoppelt, sodass sauberere Fahrzeuge häufig geringere Gebühren zahlen.

Die Eurovignette gilt für Kraftfahrzeuge und Fahrzeugkombinationen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 12 Tonnen oder mehr, die für den Güterkraftverkehr bestimmt sind. In Schweden gilt sie zusätzlich für Lkw ab 7 Tonnen mit Anhängevorrichtung; bei schwedischen Fahrzeugen mit Anhängevorrichtung richtet sich die Gebühr nach dem zulässigen Gesamtgewicht der gesamten Fahrzeugkombination. Pkw, Motorräder und leichte Nutzfahrzeuge nutzen die Eurovignette nicht, unterliegen in vielen europäischen Ländern jedoch eigenen nationalen Vignetten- oder Mautsystemen für die Nutzung von Autobahnen.


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