Zement, Kraftstoff, Getreide oder Milch in der EU unterwegs? Sehen Sie, wie IMPARGO TMP® Tabellen-Workarounds in einen durchgängigen Workflow überführt — EUR/t-Abrechnung, Fahrer-Updates, Vorlagen.

IMPARGO

May 20, 2026 - 7 min read


Wer mit der Flotte Zement, Kies, Getreide, Kraftstoff, Milch oder andere Schüttgüter fährt, kennt das Bild: eine Excel-Liste neben dem TMS für Tonnen und Liter, ein WhatsApp-Verlauf mit den Fahrern für die Wiegescheine, und am Monatsende das mühsame Nachrechnen, sobald Plan- und Ist-Menge auseinanderlaufen. Solange die Auftragslage überschaubar ist, geht das. Wächst das Volumen, kippt es.

Dieser Leitfaden zeigt, wie ein Transport-Management-System Schüttgüter durchgängig abbildet: EUR/t-Preise automatisch berechnen, einen eigenen Produktkatalog aufbauen, die transportierte Menge direkt vom Fahrer übernehmen und wiederkehrende Touren als Vorlagen speichern. Als Beispiel dient IMPARGOs TMP®, weil wir genau diese Funktion gerade selbst entwickelt haben und den Disponenten-Workflow im Detail kennen.

Schüttgüter im TMS: kurze Definition

Schüttgüter sind alle Ladungen, die nach Masse oder Volumen verladen werden — nicht nach Stück oder Palette: Tonnen Zement, Kubikmeter Kies, Liter Kraftstoff, Kilogramm Getreide. Das prägende Merkmal: Einheit und Menge ändern sich pro Auftrag. Man verlädt nicht „einen Zement", sondern 24 Tonnen oder 18 m³ davon.

Begriffe in Kürze
Vier Begriffe, die in diesem Leitfaden vorkommen
Begriff 01
Schüttguttransport
Beförderung von Ladung, die nach Gewicht oder Volumen (Tonnen, Litern, m³) gemessen wird, nicht nach Stück oder Palette.
Begriff 02
EUR/t-Abrechnung
Abrechnung eines Auftrags nach tatsächlich transportierter Einheit, statt pro Sendung oder pro Fahrzeug.
Begriff 03
Ist-Menge
Die bei der Lieferung verwogene tatsächliche Ladung (Wiegeschein), die in der Praxis fast immer leicht von der Plan-Menge abweicht.
Begriff 04
Disposal-Flag
Eine Abrechnungs-Einstellung, die die übliche Frachtlogik umkehrt: der Frachtführer wird beim Beladen vergütet und zahlt am Entladepunkt.

Ein schüttgut-fähiges TMS muss drei Dinge können, die ein reines Paletten-TMS nicht abdeckt: nach Einheit abrechnen (EUR/t, EUR/m³, EUR/l) statt pro Stück, diesen Preis automatisch nachziehen, sobald die Ist-Menge von der Plan-Menge abweicht, und wiederverwendbare Produktdefinitionen vorhalten — damit derselbe Zement, Kies oder dieselbe Milch nicht in jedem Auftrag neu angelegt werden muss.

Kernfakt: Schüttgut-Management im TMS deckt vier Säulen ab — (1) EUR/t-Abrechnung für Schüttguttransporte automatisieren, (2) eigenen Katalog aus festen, flüssigen und gasförmigen Produkten aufbauen, (3) Ist-Mengen während der Ausführung vom Fahrer übernehmen, (4) wiederkehrende Touren als Vorlagen wiederverwenden.

Die vier Säulen aus Disponenten-Sicht

Unten ist der komplette Schüttgut-Workflow auf die vier Säulen aufgeteilt. Jede zeigt einen kurzen Clip aus Disposition und Fahrer-App und die Details darunter. Klicken Sie auf eine Säule, um sie zu öffnen.

Bulk products · IMPARGO TMP®
Die vier Säulen des Schüttgut-Managements
SÄULE 01 EUR/t-Abrechnung für Schüttguttransporte automatisieren

Zement, Kies, Getreide, Kraftstoff, Milch oder Gase nach Tonne, Liter oder m³ direkt im Transportauftrag erfassen. Der Fahrer trägt die tatsächlich transportierte Menge während der Tour ein — das System berechnet den finalen EUR/t-Preis und die Auftragssumme automatisch.

Disponent fügt eine Schüttgut-Ladung in IMPARGO TMS hinzu und sendet sie an die Fahrer-App

Vom leeren Auftrag bis zur Benachrichtigung beim Fahrer in unter einer Minute. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung →

SÄULE 02 Eigenen Schüttgut-Produktkatalog aufbauen

Eigene Schüttgüter direkt im Auftrag anlegen — Solid, Liquid oder Gas — und Entsorgungsgüter mit dem Disposal-Flag markieren, wenn die Vergütung erst beim Entladen entsteht. Jedes Produkt landet im Katalog und ist in jedem zukünftigen Auftrag wiederverwendbar. Keine Excel-Liste daneben, kein doppeltes Erfassen, keine uneinheitlichen Produktbezeichnungen im Team.

Disponent erstellt ein eigenes Schüttgut in IMPARGO TMS und sendet es an den Fahrer

Schüttgut einmal anlegen. Bei jedem weiteren Auftrag aus dem Katalog wählen. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung →

SÄULE 03 Ist-Mengen während der Ausführung vom Fahrer übernehmen

Fahrer melden Ist-Gewicht oder Ist-Volumen direkt aus der DriverApp, laden Wiegescheine und Lieferscheine hoch und halten die Disposition mit Echtzeit-Updates auf dem Laufenden — inklusive automatischer Preisneuberechnung am Auftrag.

LKW-Fahrer aktualisiert Schüttgut-Status über die IMPARGO DriverApp

Verwiegung um 9:14. Disposition sieht es um 9:14:03. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung →

SÄULE 04 Wiederkehrende Schüttgut-Touren als Vorlagen wiederverwenden

Wiederkehrende Schüttgut-Aufträge mit fester Route, festen Produkten und festen EUR/t-Sätzen als Vorlage speichern. Transportierte Mengen, abgeschlossene Touren und Auftragswert über die gesamte Vertragslaufzeit nachverfolgen.

Auftragskopien oder eine Vorlage für wiederkehrende Schüttguttransporte in IMPARGO TMS erstellen

Eine Vorlage. Jeden Montagmorgen. Jede Zementtour. Zur Schritt-für-Schritt-Anleitung →

Auf eigenen Touren ausprobieren? Orders Module öffnen →

Was Disponenten wirklich brauchen: die automatische Nachrechnung

Die meisten Artikel zu Schüttgut-Management hören dort auf, wo es interessant wird: bei „Sie können ein Produkt an einen Auftrag anhängen." Das eigentlich teure Problem liegt zwischen Disposition und Rechnungsstellung — nämlich dann, wenn die Plan-Menge nicht zur Ist-Menge passt. Der LKW kommt mit 24 Tonnen Kapazität ans Silo; die Waage zeigt 23,6 Tonnen; abgerechnet wird, was tatsächlich geliefert wurde, nicht was geplant war.

In IMPARGO läuft diese Nachrechnung automatisch. Sobald der Fahrer in der DriverApp 23,6 Tonnen erfasst, ziehen Preis und Kosten des Auftrags in Echtzeit in der Disponenten-Ansicht nach — auf Basis des EUR/t-Satzes, der bei der Auftragserstellung hinterlegt wurde. Es gibt keine Tabelle, die am Monatsende abgeglichen werden muss; die Zahlen auf dem Auftrag sind die Zahlen, die in die Rechnung gehen.

Schüttgut-Erfassungsmaske im Transportauftrag in IMPARGO TMS mit Feldern für Menge, Einheit und EUR/t-Preis als Basis der automatischen Nachrechnung
Der hier hinterlegte EUR/t-Satz ist die Grundlage für die automatische Nachrechnung, sobald der Fahrer die tatsächlich transportierte Menge meldet.

Beispiel: Eine Molkerei-Flotte mit wöchentlichen Hofsammlungen plant 12 m³ pro Stopp zu 977 €/m³. Am ersten Hof meldet der Fahrer 11,4 m³ statt 12 — die Tagesmenge ist niedriger als üblich. Der Auftrag rechnet sich auf 11.137,80 € statt 11.724 € um, die Kostenseite zieht parallel mit. Die Disposition sieht die Änderung, bevor der LKW vom Hof rollt — kein Anruf, kein Nachhaken.

Grenzüberschreitende Touren verstärken jedes Workflow-Problem

Ein erheblicher Teil der EU-Schüttguttransporte ist grenzüberschreitend — belgischer Zement ins Ruhrgebiet, niederländische Milchsammlungen nach Norddeutschland, polnische Kraftstofftouren durch Tschechien. Grenzüberschreitende Touren verstärken jedes Problem, das ein Workaround-Stack erzeugt: Der Disponent in Antwerpen hört den Verwiegungsanruf vom deutschen Silo nicht, weil eine Stunde Telefon-Pingpong dazwischenliegt; und die Rechnung, die vierzehn Tage später vom Subunternehmer aus einem anderen Land kommt, lässt sich nicht gegen Zahlen abgleichen, die nur in einem WhatsApp-Verlauf stehen.

Ein TMS, das die tatsächlich transportierte Menge, den dazugehörigen Wiegeschein und den EUR/t-Satz an einer Stelle hält, nimmt die Sprach- und Zeitzonen-Reibung raus. Der Fahrer in jedem Land erfasst dieselben Daten in derselben DriverApp, der Preis aktualisiert sich in derselben Ansicht, und der Subunternehmer im anderen Land sieht denselben Datensatz — ohne dass jemand etwas zwischen Systemen abtippt.

Öffentlicher Sendungsverfolgungs-Link in IMPARGO TMS mit Schüttgut-Details für Partner und Subunternehmer länderübergreifend
Derselbe Datensatz, den ein Subunternehmer im Ausland sieht — Schüttgüter, transportierte Mengen und Belege, ohne dass irgendetwas zwischen Systemen abgetippt werden muss.

Behelfslösung vs. IMPARGO TMP®: Gegenüberstellung

Für Disponenten, die abwägen, ob sie ihr bisheriges Setup verlassen, kommt der operative Unterschied zwischen Excel-plus-WhatsApp und einem TMS-gestützten Schüttgut-Workflow darauf an, wo die Daten liegen.

Vollständige Auftragsansicht in IMPARGO TMS mit Schüttgütern, Sendungsstatus, Kundeninformationen und rechnungsfertigen Beträgen auf einem Bildschirm
Schüttgüter, transportierte Mengen, Status, Kunde und Belege in einem Datensatz. Die hier sichtbaren Zahlen sind die Zahlen, die in die Rechnung gehen.
Behelfslösung vs. IMPARGO TMP®
Arbeitsschritt Excel + WhatsApp IMPARGO TMP®
Auftrag erstellen Produkt (Name, Einheit, Preis) bei jedem neuen Auftrag neu erfassen Aus dem Katalog auswählen. Einmal angelegt, dauerhaft wiederverwendbar.
Fahrer meldet Ist-Menge Anruf oder WhatsApp-Nachricht an die Disposition Fahrer erfasst Menge in der DriverApp; Disposition sieht es sofort
Preisneuberechnung Manuell: Disponent aktualisiert die Tabelle am Monatsende Automatisch: EUR/t-Satz × Ist-Menge, in Echtzeit
Wiegeschein / Lieferschein Fotografieren, per Nachricht senden, manuell ablegen Direkt zum Auftrag in der DriverApp hochgeladen
Wiederkehrende Touren aufsetzen Auftrag jedes Mal neu zusammenklicken (~15 Min.) Als Vorlage speichern, in Sekunden aktivieren
Abrechnungsprüfung Tabelle, Nachrichten, Fotos am Monatsende abgleichen Zahlen auf dem Auftrag = Zahlen auf der Rechnung
Grenzüberschreitende Sichtbarkeit Telefon-Pingpong über Zeitzonen und Sprachen Derselbe Datensatz für Fahrer, Disposition, Empfänger, Subunternehmer

Ab wann sich ein TMS-gestützter Schüttgut-Workflow rechnet

Die Schwelle hängt mehr vom Auftragsvolumen ab als von der Ladungsart. Bei fünf bis zehn Schüttgut-Aufträgen pro Woche sind Excel-Listen plus WhatsApp meist schneller als die Einarbeitung in ein neues System. Über 20 Aufträge pro Woche kippt das Verhältnis — typischerweise an drei Stellen:

Telefonzeit mit den Fahrern. Jeder Verwiegungsanruf, der durch ein DriverApp-Update ersetzt wird, spart etwa 90 Sekunden pro Stopp. Bei 15 Fahrzeugen mit je vier Stopps am Tag sind das rund eine Stunde Disponentenzeit täglich. Mit den Lenkzeit-Regeln des Mobilitätspakets, die den Tagesplan in der gesamten EU enger machen, zählt diese Stunde jedes Jahr mehr.

Monatsabschluss. Mengen-Differenzen bei Schüttgut-Aufträgen sind die häufigste Ursache für Rechnungsstreitigkeiten im EU-Straßengüterverkehr. Ein TMS, das Ist-Mengen plus Belege fest am Originalauftrag verankert, nimmt das Hin und Her in der Abrechnung raus — und gerade die grenzüberschreitende Variante dieser Streitigkeiten ist die teuerste in der Klärung.

Wiederkehrende Touren aufsetzen. Eine wöchentliche Zementtour Antwerpen–Köln, jeden Montag neu zusammengeklickt, kostet etwa 15 Minuten pro Route. Vorlagen reduzieren das auf Sekunden, und die EUR/t-Logik bleibt konsistent — kein „letzten Monat 87 €/t, diesen Monat 92 €/t, weil jemand neu getippt hat".

Fünf Fragen an jedes schüttgut-fähige TMS

Wer Systeme vergleicht, sollte fünf Fragen stellen:

1. Werden alle drei Aggregatzustände unterstützt? Solid, Liquid und Gas — und bildet das System die Disposal-Logik korrekt ab (Kosten beim Beladen, Erlös beim Entladen)? Feststoffe bekommen die meisten Plattformen hin; bei Flüssigkeiten muss in der Praxis oft auf Tonnage zurückgerechnet werden; die Entsorgungs-Abrechnung ist standardmäßig in den wenigsten Systemen sauber gelöst.

2. Synchronisiert das Fahrer-Update automatisch zurück? Wenn die Fahrer-App zwar existiert, die Daten aber per E-Mail oder manuellem Upload zurückkommen, hat man einen Workaround durch den nächsten ersetzt. Echtzeit-Sync mit automatischer Preisneuberechnung ist der Härtetest.

3. Sind Vorlagen ein vollwertiges Konzept? Ein TMS, das einen Auftrag kopieren kann, ist hilfreich. Eines, das parametrierte Vorlagen mit Produkttypen, EUR/t-Logik und Stopp-Reihenfolge speichert, ist operativ eine andere Liga.

4. Lässt sich der Katalog selbst pflegen? Standard-Produkttypen decken 80 % der Ladungen ab. Die übrigen 20 % — Nischen-Chemikalien, regionale Zuschlagstoffe, kundenspezifische Produktbezeichnungen — fressen die meiste Zeit, weil dasselbe Produkt bei jedem Auftrag neu erfasst wird. Ein eigener Katalog nimmt diese Arbeit raus.

5. Ist es für den europäischen Schüttgut-Markt gebaut? Ein in den USA entwickeltes TMS rechnet in Short Tons, übersieht EU-Regulierungs-Hooks (Mobilitätspaket, Eurovignette, länderspezifische Maut-Anbindung) und routet in Meilen. Für den EU-Schüttgut-Betrieb liegt ein TMS auf europäischen Daten und Regeln näher an dem, was Ihre Disponenten und Fahrer jeden Tag tatsächlich machen.

Schüttgüter in IMPARGO TMP® im Einsatz sehen

Bei Sonderladungen — Flüssigkeiten, Zuschlagstoffe, Rückholungen oder Entsorgungs-Touren — zeigt eine 30-minütige Demo, wie Bulk products in den Disponenten-Alltag passen, welche Abrechnungs-Muster für Ihr Team vorkonfiguriert werden können und wie die Anbindung an Ihre Buchhaltung oder Ihr Wiegesystem aussehen würde.

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