MOQ (Minimum Order Quantity) bezeichnet die kleinste Warenmenge, die ein Lieferant oder Transportunternehmen bereit ist, in einer Bestellung zu versenden oder anzunehmen. Im Lkw-Transport bezieht sich MOQ in der Regel auf die minimale Ladung (z. B. Gewicht, Volumen, Anzahl Paletten oder Mindestumsatz), bei der eine Tour für den Frachtführer wirtschaftlich sinnvoll ist. Spediteure und Verlader setzen MOQs, um fixe Kosten wie Fahrzeug, Fahrer, Umschlag und Administration zu decken und zu vermeiden, dass halbleere Lkw fahren oder sehr viele Kleinsendungen einzeln abgewickelt werden. Für Verlader ist die MOQ ein wichtiger Parameter bei der Planung von Bestellmengen, Versandfrequenz, Nachschubstrategien und der Bündelung von Aufträgen.
Was bedeutet MOQ im Lkw-Transport?
Im Lkw- und Straßengüterverkehr kann die MOQ unterschiedlich definiert werden, zum Beispiel als:
- Mindest-gewicht (z. B. 2 Tonnen pro Sendung)
- Mindest-volumen oder Lademeter (z. B. eine bestimmte Anzahl Palettenstellplätze)
- Mindestfrachtpreis (ein Mindestbetrag pro Sendung)
Je nach Relation, Kunde und Kostenstruktur wählen Frachtführer die MOQ so, dass eine Fahrt wirtschaftlich ist und gleichzeitig für den Verlader attraktiv bleibt.
Wie können Verlader mit der MOQ in der Praxis umgehen?
Erreicht eine einzelne Bestellung die MOQ nicht, können Verlader:
- Mehrere kleinere Aufträge konsolidieren, die zum gleichen Kunden, in die gleiche Region oder auf die gleiche Relation gehen, und zu einer größeren Sendung zusammenfassen
- Sendungen zeitlich bündeln, indem Lieferungen verschoben oder zusammengelegt werden, um genug Volumen aufzubauen und trotzdem Lieferfenster einzuhalten
- Abweichende MOQ-Werte oder Mindestfrachten verhandeln, zum Beispiel für regelmäßige Verkehre, Schlüsselkunden oder strategisch wichtige Relationen
Ein klares Verständnis der MOQ hilft Verladern und Frachtführern, Ladungen effizienter zu planen, Leerfahrten zu reduzieren und Transportkosten unter Kontrolle zu halten.
Wie unterstützt IMPARGO (TMS) die Einhaltung der MOQ?
Ein Transport Management System (TMS) wie IMPARGO kann das MOQ-Management im Tagesgeschäft gezielt unterstützen:
- Touren- und Ladeoptimierung: hilft Disponenten, wirtschaftliche Touren zu planen, passende Sendungen auf einem Fahrzeug zu kombinieren und MOQ-Schwellen für Gewicht, Volumen oder Umsatz häufiger zu erreichen
- Transparenz in Echtzeit: zeigt, welche Sendungen bereits Touren zugeordnet sind und welche Kapazität auf jedem Lkw noch frei ist; so lassen sich Restkapazitäten gezielt auffüllen und Fahrten unterhalb der MOQ vermeiden
- Auftragsbündelung: unterstützt das Zusammenfassen kleinerer Aufträge mit ähnlichen Routen, Kunden oder Zeitfenstern, damit MOQ-Anforderungen öfter erfüllt werden und die Anzahl unwirtschaftlicher Kleinsendungen sinkt
- Bessere Kommunikation: verbessert den Informationsfluss zwischen Verladern, Spediteuren und Kunden, sodass MOQ-Vorgaben (Mindestgewicht, Palettenzahl, Mindestfracht) früh im Planungsprozess sichtbar sind, kurzfristige Änderungen reduziert werden und das Risiko, unter der MOQ zu bleiben, sinkt
- Datengetriebene Planung: nutzt Transporthistorie und Leistungsdaten, damit Unternehmen Auslastung, typische Bestellmengen und Relationen analysieren, MOQs und Planungsregeln anpassen und fundierte Entscheidungen treffen können, wann und wie Sendungen konsolidiert werden
Dieser datengestützte Ansatz hilft, Kosteneffizienz und Servicequalität in Einklang zu bringen und gleichzeitig die geltenden MOQ-Anforderungen einzuhalten.