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November 18, 2023 - 4 min read


LKW-Maut Spanien 2026: Mautstrecken, Sätze und Via-T-Zahlung

Aktualisiert: Juni 2026

Spanien hat ein teilweise mautpflichtiges Netz für LKW über 3,5 Tonnen: staatlich finanzierte Autovías (A-Straßen) sind kostenlos, privat konzessionierte Autopistas (AP-Straßen) sind mautpflichtig. Seit 2021 schrumpft das Mautnetz schnell, weil Konzessionen auslaufen — mehrere große AP-Autobahnen sind mautfrei geworden, weitere folgen 2026. Dieser Artikel erklärt, welche Strecken noch Maut kosten, die Fahrzeugklassen Pesados I/II, die Via-T-Zahlung, Free-Flow-Maut und wie Sie jede spanische Maut ins Angebot einrechnen, bevor der LKW losfährt.

Mautfreie Straßen: Einsparungen für Spediteure

Spanien hebt Mautgebühren auf, sobald private Konzessionen auslaufen. Mautfrei geworden sind unter anderem:

  • AP-7 Tarragona bis La Junquera (mautfrei seit 1. September 2021)
  • AP-2 Zaragoza bis El Vendrell (mautfrei seit 1. September 2021)
  • AP-4 Sevilla bis Cádiz und Abschnitte der AP-1 — Konzessionen ausgelaufen, jetzt mautfrei

Frühere Schätzungen beziffern die durchschnittliche Ersparnis auf rund 1.900 € pro LKW und Jahr auf den betroffenen Korridoren, laut Fenadismer. Die Liste wächst weiter: Die AP-68 (Bilbao–Zaragoza) soll am 11. November 2026 mautfrei werden, wenn ihre Konzession endet — bis dahin ist sie noch mautpflichtig (siehe Beispiel unten). Prüfen Sie einen Korridor immer vor dem Angebot, denn der mautfreie/mautpflichtige Status einer einzelnen AP-Straße kann sich zum Konzessionsende ändern.

Disponenten-Hinweis: Da eine einzelne AP-Straße zu einem festen Datum von mautpflichtig auf mautfrei wechseln kann, enthält eine vor einem Quartal kalkulierte Route womöglich eine Mautposition, die es nicht mehr gibt — oder es fehlt eine neu eingeführte. Die Neukalkulation des Korridors zum Angebotszeitpunkt schützt die Marge.

Aktuelle Mautsituation in Spanien

Rund ein Dutzend große AP-Autobahnen bleiben mautpflichtig und werden vom Ministerio de Transportes verwaltet, darunter die AP-6 (Guadarrama-Tunnel), die AP-7 entlang des Mittelmeers (Abertis-Konzession bis 2039), die AP-9 in Galicien sowie die AP-66, AP-46, AP-53 und AP-71. Das Netz teilt sich in:

  • Autovías (A): staatliche Schnellstraßen — mautfrei
  • Autopistas (AP): privat betriebene Autobahnen — mautpflichtig (je nach Distanz oder Festpreis)

LKW über 3,5 Tonnen und Zugmaschinen mit Anhänger zahlen auf AP-Straßen Maut. Das Ministerium hat eine Tariferhöhung von 3,65–4,68 % auf den staatlich konzessionierten Autopistas ab 1. Januar 2026 beschlossen — die hier genannten Sätze sind Richtwerte und sollten für den konkreten Korridor und das Datum live geprüft werden.

Fahrzeugklassen: Pesados I & II

Spanien teilt schwere LKW nach Achszahl und Zwillingsbereifung in zwei Mautklassen ein:

  • Pesados I: LKW mit 2 Achsen (eine mit Zwillingsbereifung) oder 3 Achsen
  • Pesados II: LKW mit 4 oder mehr Achsen, inklusive Sattelzüge und Zugmaschinen mit Anhänger
Typische LKW-Mautpreise (Richtwerte)
Strecke Distanz Klasse Preis
Bilbao – Zaragoza (AP-68)* 303 km Pesados I/II ca. 35 €
Beasain – Bergara (A-636) 15 km Pesados I ca. 4,11 €
Villacastín – Ávila (AP-51) 29 km Pesados I ca. 1,70 €
Richtwerte — pro Korridor live prüfen. *Die AP-68 soll am 11. November 2026 mautfrei werden. Quelle: Betreibertarife / Ministerio de Transportes. Stand: Juni 2026.

 

Zahlungsmethoden & Via-T On-Board-Units

LKW-Maut in Spanien kann bezahlt werden mit:

  • Bargeld oder Kreditkarte (VISA, Mastercard) an der Mautstation
  • Kraftstoff- oder Flottenkarten
  • Via-T On-Board-Unit (OBU): automatische Mautabrechnung beim Durchfahren, ohne Halt

Der Via-T-Transponder funktioniert auf allen spanischen AP-Straßen und wird auch in Portugal und Frankreich akzeptiert. Er ist bei über 30 Anbietern erhältlich — siehe viat.es. Viele EETS-Anbieter (DKV, Telepass u. a.) decken Spanien ebenfalls über einen einzigen grenzüberschreitenden Vertrag mit einer Rechnung ab, sodass eine internationale Flotte meist keine reine Spanien-Box benötigt.

Free-Flow-Maut für LKW

Einige spanische Korridore nutzen Free-Flow-Maut — ohne physische Schranken:

  • A-636 (Beasain – Bergara): Kennzeichenerkennung, automatische Abrechnung
  • Region Barcelona (C-16, C-32): Bezahlung per Bluetooth oder über die Awai-App

Free-Flow hält LKW in Bewegung und erfasst die Maut durchgängig — bedeutet aber auch, dass die Gebühr in einer manuellen Kostenschätzung leicht übersehen wird, weil es keinen Beleg an der Schranke gibt.

Was sich 2026 ändert

Zwei getrennte Entwicklungen sind 2026 für die Kostenplanung relevant:

  • Mehr mautfreie AP-Straßen: Die AP-68 (Bilbao–Zaragoza) soll am 11. November 2026 ihre Maut verlieren, wenn die Konzession endet — nach den AP-1-, AP-2-, AP-4- und AP-7-Abschnitten, die seit 2021 bereits mautfrei sind.
  • Mögliches Pay-per-Use-System: Ein landesweites Straßennutzungsentgelt für das mautfreie Autovía-Netz wird im Rahmen von EU-Aufbauplan-Verpflichtungen diskutiert, und in Navarra wird ein regionaler Pilot für schwere Fahrzeuge vorbereitet (beginnend mit der A-1). Stand Juni 2026 wurde keine landesweite Pay-per-Use-Maut beschlossen — behandeln Sie dies als Vorschlag, nicht als geltendes Recht, und beobachten Sie das Ministerio de Transportes.

Weitere diskutierte Reformen für den Sektor: Frachtpreise an die Dieselkosten koppeln, eine maximale Wartezeit von einer Stunde an Laderampen und Investitionen in sichere LKW-Parkplätze.

Jede spanische Maut ins Angebot einrechnen

Das Schwierige an der spanischen Maut ist nicht der Satz — sondern dass sich das Mautnetz laufend ändert und Free-Flow-Gebühren keinen Beleg an der Schranke hinterlassen. Eine aus dem Gedächtnis kalkulierte Route kann eine 2021 abgeschaffte Maut enthalten oder eine Free-Flow-Gebühr übersehen, die nie an einer Schranke auftauchte. Das IMPARGO Planner Module berechnet die spanische Maut nach Achsklasse und Fahrzeugprofil als Teil der Routenkosten — zusammen mit Frankreich, Italien, Deutschland und dem Rest Europas — mit Länderaufschlüsselung und MwSt.-Umschalter, sodass der Disponent den Korridor schon beim Angebot korrekt kalkuliert, statt die Maut erst auf der Rechnung zu entdecken.

IMPARGO Planner Module zeigt spanische LKW-Mautkosten nach Achsklasse mit Länderaufschlüsselung
Spanische Maut nach Achsklasse im IMPARGO Planner Module berechnet. Planner Module öffnen →
Jede spanische Maut ins Angebot einrechnen — bevor der LKW losfährt

Das IMPARGO Planner Module berechnet spanische AP-Maut nach Pesados-Klasse zusammen mit dem Rest Europas — Länderaufschlüsselung, MwSt.-Umschalter, Routenvergleich nebeneinander. In einer 20-minütigen Demo zeigen wir Disponenten, wie sie einen Spanien-Korridor schon beim Angebot korrekt kalkulieren — ohne Überraschungen auf der Rechnung.

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