Der Blog für Transportlogistiker

Aktuelles und informatives aus der Transportlogistik

Alles über die LKW Mauterhöhung 2019

Inhalt

  1. Was sich verändert?
  2. Wer ist betroffen?
  3. Wie sieht die neue Tarifstruktur aus?
  4. Was sind Key-Findings bzgl. Kostenerhöhung?
  5. Was ändert sich für den Fahrer?
  6. Wie erhalte ich einen direkten Mautvergleich vor und nach 01.01.2019?

Was sich verändert?

Auf die strecken-technische Mautausweitung zum 1. Juli 2018 auf alle Bundesstraßen folgt am 1. Januar 2019 eine grundsätzliche Mauterhöhung mit einer Anhebung der Kilometersätze von bis zu 7 ctkm. Je nach Fuhrpark kann es zu einer Erhöhung der Mautkosten von über 55% kommen. Insgesamt führt die Mauterhöhung zu einer Erhöhung der Fahrzeuggesamtkosten von bis zu 7%.

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Wer ist betroffen?

Es sind alle Unternehmen die eine Fuhrpark über 7,49 Tonnen haben, werden direkt von der Mauterhöhung betroffen. In der Regel werden die Transportdienstleister die Kosten jedoch an Ihre Kunden weiterreichen. Alles andere wäre wirtschaftlich in höchstem Maße riskant.

Wie sieht die neue Tarifstruktur aus?

Die traditionelle Klassifizierung von Achsanzahl und Euronorm wird um das Attribut Gewichtsklasse erweitert, sodass sich für jede Euronorm folgende Klassifizierungen ergeben

  • ≥ 7,5 Tonnen – 11,99 Tonnen
  • ≥ 12 Tonnen – ≤18 Tonnen
  • > 18 Tonnen mit bis zu 3 Achsen
  • > 18 Tonnen mit 4 und mehr Achsen

Nach dem aktuellen Stand gelten folgende Kostensätze:

Klassen7,5 - 12t zGM12 - 18t zGM> 18t zGM
max. 3 Achsen
> 18t zGM
min. 4 Achsen
Euro 69,312,817,318,7
Euro 510,413,918,419,8
Euro 411,414,919,420,8
Euro 314,618,122,624,0
Euro 215,619,123,625,0
Euro 0/116,720,224,726,1

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Gemäß BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e.V.) sind „die Auswirkungen auf die künftigen Transportkosten für eine moderne 40 t-Kombination erheblich. Für einen Transport über 300 km, davon 150 km auf einer Autobahn und 100 km auf Bundesstraßen, musste für eine moderne 40 t-Kombination bislang 20 Euro Maut entrichtet werden, künftig würden es 46 Euro sein, das wäre mehr als das doppelte als bisher. Bei einer Jahresfahrleistung dieser Kombination von 120.000 km und einer Aufteilung zwischen Autobahnen und Bundesstraßen von 8020 stiege die jährliche Mautbelastung von derzeit 12.960 auf 22.440 Euro.“

Was sind Key-Findings bzgl. Kostenerhöhung?

übersicht zur mauterhöhung 2019Mauterhöhung 2019: Übersicht

Aus obiger Darstellung der Mauterhöhung lassen sich folgende Key-Findings ableiten

  • LKW unter 12 Tonnen sind kaum von der Mauterhöhung betroffen.
  • Bei LKW über 12 Tonnen kommen Mehrkosten zwischen 3,7 - 7,0 ctkm hinzu.
  • Euro 6 LKWs sind in absoluten Zahlen am stärksten betroffen.
  • LKW mit 4 Achsen werden am meisten abgestraft (bis zu 7 ctkm Mehrkosten).

Was ändert sich für den Fahrer?

Die Gewichtsklassen (zur freiwilligen Eingabe) erscheinen bereits seit Juni 2018 auf den On-Board Units. Sie Deklaration der Gewichtsklasse ist auf der OBU ab 01.01.2019 jedoch verpflichtend. Bei Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen über 18 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht ist darüber hinaus zusätzlich die Angabe der Achsanzahl ebenfalls notwendig. Eine entsprechende Anleitung von Toll Collect finden Sie hier bzw. ein Erklärvideo hier.

Achtung: Wird die Gewichtsklasse nicht eingestellt, führt das zur Ahndung und Nacherhebung der Mautbeträge.

Wie erhalte ich einen direkten Mautvergleich vor und nach 01.01.2019?

Mit unserem kostenlosen Mautrechner Mautex erhalten Sie die sofortige Gegenüberstellung der aktuellen Mautkosten im Vergleich zu den Zukünftigen kosten.

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